LehrerInnen im Vorbereitungsdienst

Ausbildungskonzept der Johannes-Gutenberg-Schule

 

Das vorliegende Ausbildungskonzept regelt ergänzend zu den Bestimmungen der APVO (Ausbildungs- und Prüfungsordnung Lehrkräfte) die Ausbildung der LiV (Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst) an unserer Grundschule. Es handelt sich dabei nicht um ein starres, sondern vielmehr um ein offenes Konzept, das in regelmäßigen Abständen evaluiert und ergänzt wird.

 

 

Was wir LiV bieten:

  • Einsatz in Grundschulklassen an der Johannes-Gutenberg-Schule (fünf- bis sechstägig)
  • Ausbildung in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Sachunterricht, Sport, Religion
  • intensive Begleitung durch Ausbildungslehrkräfte und Schulleitung
  • Hospitationen sind bei vielen Lehrkräften möglich (nicht nur bei den Ausbildungslehrkräften)
  • bilinguale Klassen
  • Klassen mit musischem Schwerpunkt
  • offene Ganztagsschule mit Mensa
  • Unterstützung der Arbeit durch zwei Sozialpädagoginnen und FSJ-ler
  • enge Kooperation mit den Kindergärten und dem Förderzentrum
  • moderne sachliche und zeitgemäße Ausstattung
  • zahlreiche Fachräume:
  • Küche, Forscher- Musik-, Werk- und ein Kunstraum sowie 2 Sporthallen

 

 

... und was wir erwarten:

  • Engagement für die Schule: der bzw. die LiV verschafft sich eigeninitiativ und selbstständig Informationen über die Belange der Klasse und des Unterrichts sowie der Schule
  • Mitarbeit bei Schulveranstaltungen (Projektwochen, Schulfesten, Wettkämpfen, ...)
  • Teilnahme an Konferenzen, Arbeitskreisen, Teambesprechungen, Fachkonferenzen, Lehrerkonferenzen und mindestens einmalige Teilnahme an einer Schulkonferenz
  • Auseinandersetzung mit dem Schulprogramm
  • Teilnahme an der Vorbereitung und Durchführung aller die Klasse betreffenden schulischen Veranstaltungen, Begleitung einer Klassenfahrt sofern möglich
  • Integration in das bestehende Kollegium

 

 

Aufgaben der LiV:

  1. Semester
  • Pro Ausbildungsfach eine wöchentliche Stunde unter Anleitung in Anwesenheit der jeweiligen Ausbildungslehrkraft, hierzu jeweils Anfertigung einer Unterrichtsverlaufsskizze; nach 6-8 Wochen wird die Verlaufsskizze um Benennung der Einheit und des Stundenthemas sowie Intentionen ergänzt.
  • Die gehaltenen Unterrichtsstunden werden (nach 4-6 Wochen) nach einem Schema reflektiert
  • Pro Ausbildungsfach eine wöchentliche Hospitation bei der jeweiligen Ausbildungslehrkraft
  • Mindestens 5 Hospitationen in anderen Klassen bei verschiedenen Lehrkräften (Es sollte in möglichst in allen Klassenstufen hospitiert werden.)
  • Elterngespräche führen, Elternabende fachlich und methodisch vorbereiten
  • Ein Orientierungsgespräch mit den AL führen
  • Beginn des Portfolios spätestens am Ende des 1. Semesters

 

 

  1. Semester
  • Pro Ausbildungsfach wöchentlich eine Stunde in Anwesenheit der jeweiligen Ausbildungslehrkräfte, hierzu jeweils Anfertigung einer Unterrichtsverlaufsskizze mit Stundenthema, Intentionen sowie im Wechsel einer Lerngruppenanalyse, einer Sachanalyse und methodisch-didaktischer Analyse.
  • Pro Ausbildungsfach eine wöchentliche Hospitation bei der jeweiligen Ausbildungslehrkraft
  • Mindestens 3 Hospitationen in anderen Klassen bei verschiedenen Lehrkräften
  • Es sollte in möglichst allen Klassenstufen hospitiert werden.
  • Elterngespräche führen, Elternabende fachlich und methodisch vorbereiten
  • Zum Unterrichtsbesuch der Studienleitung wird eine große Unterrichtsvorbereitung erstellt. Die Lehrprobe wird im Anschluss von der LiV reflektiert und besprochen
  • Mit der SL wird ein Entwicklungsgespräch geführt.
  • Alleinige Planung von Unterrichtseinheiten – anschließend Absprache mit dem AL
  • Fortschreibung des Portfolios

 

 

  1. Semester
  • Vorbereitung auf das Orientierungsgespräch in den ersten Wochen
  • Pro Ausbildungsfach wöchentlich eine Hospitationsstunde in Anwesenheit der jeweiligen Ausbildungslehrkraft, hierzu jeweils Anfertigung einer schriftlichen Kurzplanung
  • Pro Ausbildungsfach eine wöchentliche Hospitation bei den jeweiligen Ausbildungslehrkräften
  • Elterngespräche werden geführt, auf Elternabende wird sich fachlich und methodisch vorbereitet
  • Zum Unterrichtsbesuch der Studienleitung wird eine große Unterrichtsvorbereitung geschrieben. Die Lehrprobe wird im Anschluss von der LiV reflektiert und besprochen; die hierfür angefertigte große Unterrichtsvorbereitung ist einem Schwerpunkt zugeordnet (siehe Ausbildungsstandards)
  • Aktive Elternarbeit
  • Alleinige Planung von Unterrichtseinheiten
  • Vervollständigung und Abgabe des Portfolios
  • Vorbereitung auf die 2. Staatsprüfung

 

 

Betreuung durch die AL:

  • 1 Beratungsbesuch mit anschließender Besprechung pro Woche
  • Orientierungsgespräche zum Beginn der Ausbildung und jeweils nach einem Semester
  • Beratung zu Fragen der Hausarbeiten, des Portfolios und anderen Ausbildungsfragen

 

 

Zusammenarbeit AL und LiV:

  • Hospitationen finden an festen Terminen wöchentlich zwischen der LiV und der Ausbildungslehrkraft statt. Sie sind im Stundenplan verankert und sollen nicht für mögliche Vertretungen genutzt werden.
  • An Unterrichtsbesuchen durch das IQSH nehmen die jeweilige Ausbildungslehrkraft und wenn möglich der Schulleiter teil.

 

 

Rolle des Schulleiters:

  • mindestens 1 Unterrichtsbesuch gemeinsam mit der AL pro Halbjahr mit anschließender Reflektion und Beratung in der Regel bei Beratungsbesuchen
  • Entwicklungsgespräch mit der LiV am Ende des 2. Semesters
  • Beratungsgespräche in schwierigen Situationen des Schulalltags mit allen Beteiligten

 

 

 

Unterstützung durch das Kollegium:

  • Bereitschaft LiVs zu unterstützen und hospitieren zu lassen

 

 

 

Stand: September 2021

Sonja Störmer,

Studienleiterin Pädagogik am IQSH